Wie hoch sind meine Fixkosten?

Hier habe ich alle Kosten berücksichtigt, die jeden Monat gleich anfallen. Ich habe diese Kosten auf jeden Tag (pro Tag) umgerechnet. Diese Kosten habe ich unterteilt in Fixkosten 1 und 2. Fixkosten 1, das sind Kosten auf die ich nicht verzichten kann oder nicht verzichten möchte. Die Fixkosten 1 belaufen sich bei mir auf 103.- Euro pro Monat.

Unter Fixkosten 2 habe ich Kosten angeführt, die bei geringem Einkommen auf Grund von Befreiungen nicht anfallen würden oder auf die ich auch verzichten würde, wie zum Beispiel auf mein Zeitungsabo. Die Fixkosten 2 belaufen sich bei mir auf 70.- Euro pro Monat.

Resümee Fixkosten 1:

Für den Posten Fixkosten 1 gebe ich im Monat 103.- Euro aus.

Handy – 0,37 €/Tag: Da gibts nichts dran zu rütteln. Die 10,95 pro Monat sind OK.

Internet – 0,44 €/Tag: Ich wohne am Land. 4G gibts hier nicht. Daher benötige ich unbedingt einen Internetanschluss und WLAN im Haus. Wenn man eine gute 4G Verbindung hätte, könnte man unter Umständen darauf verzichten.

Bankkonto – 0,23 €/Tag: Ein Konto braucht jeder. Es gibt allerdings auch gratis Konten. Wenn es mir nicht zu viel Aufwand wäre, würde ich umsteigen. Im Jahr zahle ich 83.- Euro an Kontogebühren. In 10 Jahren summiert sich das auf 830.- Euro. Wenn ich zum Beispiel 4 Stunden Aufwand für den Kontoumstieg annehme, dann ergäbe das für diesen Aufwand einen Stundenlohn von über 200.- Euro. Da könnte man wirklich gutes Geld verdienen.

Webseite – 0,17 €/Tag: Mir macht das Internet Spass. Ich möchte auf meine Webseite(n) nicht verzichten. Es gibt Leute, die teurere Hobbys haben.

Versicherungen – 0,22 €/Tag: Eine persönliche Haftpflichtversicherung sollte man auf jeden Fall haben. Bei mir ist da noch eine Haushaltsversicherung und die Hundehaftpflicht mit dabei. Die PKW Versicherungen sind unter Mobilität berücksichtigt.

Hygiene – 0,32 €/Tag: Hier habe ich den Verbrauch grob geschätzt. Überraschenderweise sind die Kosten für den Friseur mit 0,17 Euro pro Tag am höchsten. Wenn man keine teuren Markenprodukte verwendet, kann man die Kosten für Körperhygiene gering halten.

Haushalt – 0,18 €/Tag: Mit 0,18 Euro pro Tag kann man hier auch keine nennenswerten Einsparungen machen.

Hund – 0,50 €/Tag: Ich habe ein Haustier. Auch wenn ich wenig verdienen würde, würde ich meinen Hund nicht hergeben wollen.

Kleidung und Schuhe – 1,00 €/Tag: Hier habe ich 30.- Euro pro Monat veranschlagt. Ich selbst brauche sicher nicht so viel.

Resümee Fixkosten 2:

Wenn ich weniger verdienen würde, würden diese Kosten nicht anfallen. Ich würde die Rezeptgebührenbefreiung und die GIS Befreiung in Anspruch nehmen, das Zeitungsabo würde ich kündigen, und der Kirchenbeitrag würde, so glaube ich zumindest, auch nicht anfallen. Immerhin, der Posten Fixkosten 2 macht 70.- Euro pro Monat aus.

Wieviel Geld gebe ich beim Fortgehen aus?

Niemand sitzt immer nur zu Hause rum. Man möchte sich mit Freunden treffen, mal gemeinsam auf einen Kaffee gehen oder einmal im Kino einen Film ansehen. Im Versuchszeitraum von 36 Tagen habe ich dafür insgesamt 222 Euro ausgegeben. Das ergibt 185 Euro in einem Monat mit 30 Tagen. Meine Ausgaben fürs Fortgehen sind in der Spalte „soziale Teilhabe“ aufgelistet.

Im Versuchszeitraum bin ich etwas mehr weggegangen als üblich. Ich war auf einem Maturaball, im Landestheater in Linz. Das mache ich nicht 12x im Jahr. Wenn ich den Monatsschnitt anders ausrechne und die teuersten 3 Tage und die günstigsten 3 Tage einfach streiche, komme ich auf folgendes Ergebnis:

Demnach würde ich in einem normalen Monat mit 121 Euro fürs Fortgehen, für soziale Teilhabe auskommen. Die höchsten Ausgaben fürs Fortgehen hatte ich an den Tagen 04, 09, 13, 16, 22, und 27. Im Wesentlichen habe ich das Geld für Gasthausbesuche oder für Gastgeschenke bei Einladungen ausgegeben.

Was kostet mein Auto im Monat?

PKW und öffentlicher Verkehr / Mobilitätskosten

Ich wohne am Land. Ohne Auto geht es nicht. Leider! Denn der Besitz eines PKW´s ist kostspielig. Die Kostentreiber sind Versicherungen, Reparaturen und insbesondere der Wertverlust. Wer nur die Treibstoffkosten berechnet, lügt sich selbst an. Mein Auto: ein VW Polo, Benziner 48 kW, Baujahr 2003. So viel kostet mich mein Auto tatsächlich:

Mein Auto kostet über 5.- Euro pro Tag?

Ob ich fahre oder ob das Auto nur vor dem Haus steht, ganz egal, für meine individuelle Mobilität muss ich jeden Tag einen 5 Euro Schein hinblättern. Das fällt natürlich ins Gewicht.

In der Kostenstelle „Wertverlust“ ist der Anschaffungswert des Autos berücksichtigt. Die 600.- Euro Wertverlust pro Jahr kann man daher so verstehen, dass ich mir pro Jahr 600.- Euro zur Seite lege (= 50.- Euro pro Monat) , um mir später mit diesem Geld ein anderes Auto zu kaufen.

In der Studie habe ich mit dem amtlichen Kilometergeld in Österreich gerechnet, welches mit 0,42 Euro/km festgesetzt ist.

Mein altes Auto kostet genau so viel wie das Essen für einen Tag?

Ja, das könnte man so sagen. Ich habe 153.- Euro für meine Ernährung ausgegeben und 125.- Euro für meinen PKW, bin aber nur etwa 264 km in 30 Tagen gefahren. Bei 300 km pro Monat wären die beiden Kostenbereiche deckungsgleich.

Was kostet ein Neuwagen pro Tag?

Ich habe einen Vergleich mit einem Neuwagen (z. B. ein neuer Passat Kombi o. ä. um einen Kaufpreis von 45.000.-) angestellt. Im Wesentlichen ändern sich nur die Haftpflichtversicherung mit der Motorsteuer und der Wertverlust pro Jahr:

Ein teures Auto würde also mit 15.- Euro pro Tag zu Buche schlagen.

Einsparungsmöglichkeiten bei der Mobilität

Bei der Kostengruppe Mobilität sind also große Sparpotentiale möglich. Wenn es geht, kann man auf den eigenen PKW ganz verzichten und mit dem Fahrrad oder einem Moped fahren. In großen Städten wie Wien hat man ein sehr gutes Angebot an Öffis. In Wien kostet ein Jahresticket ca. 30.- Euro im Monat. Da kann man auf einen Schlag gleich 100.- Euro pro Monat für andere Dinge ausgeben.

Wieviel Geld braucht man für Essen pro Monat?

An den 36 Tagen der Studie habe ich insgesamt 184.- Euro für Lebensmittel und Getränke ausgegeben. Umgerechnet auf ein Monat mit 30 Tagen ergibt das eine Summe von 154.- Euro im Monat. Ich habe „normal“ eingekauft, preiswerte Eigenmarken, aber auch einige Bioprodukte, sehr wohl mit einem Auge auf den Preis, aber nicht einfach überall automatisch das günstigste Produkt.

Der günstigste Tag war der Tag 30 mit 3,82 Euro für reguläre drei Mahlzeiten. Ein sehr günstiges Mittagessen hatte ich an Tag 01 -Nudeln mit Tomatensoße, grünem Salat und Hollersaft um 0,88 Euro. Das teuerste Mittagessen hatte ich am Tag 04 mit 5,81 Euro -Rindersteak mit Bratkartoffel und grünem Salat mit einem Glas Bier. Der an Lebensmitteln teuerste Tag insgesamt war der Tag 11 mit 8,22 Euro inklusive der Getränke. Der Tagesschnitt für Essenskosten beträgt 5,13 Euro. Meistens habe ich zuhause gekocht. Wenn ich auch mal auswärts gegessen habe, sind diese Kosten in der Spalte „soziale Teilhabe“ angeführt.

Resümee:

Ich habe Lebensmittelkosten von 150.- bis 160.- € pro Monat:

Für Lebensmittel und Getränke brauche ich normalerweise zwischen 150.- und 160.- Euro pro Monat. Voraussetzung ist, dass ich selber koche, nicht allzu viele Fleischgerichte zubereite und beim Einkaufen auch etwas auf den Preis schaue. Günstig leben kann man mit Hauptgerichten von Nudeln, Reis, Kartoffeln, Polenta, Linsen etc. Teurer kommen Fleischgerichte und alkoholische Getränke.

Lebensmittelkosten von 140.- € pro Monat

Wenn ich sparen will, oder wenn ich gesünder leben wollte, dann könnte ich die Süssigkeiten zwischendurch einfach weglassen. Schokolade und Gummibärli etc. herausgerechnet würde mir 6.- Euro sparen. Weiters könnte ich den Alkohol weglassen. Ohne Bier und Wein könnte ich weitere 15.- Euro pro Monat einsparen. So käme ich auf Lebenshaltungskosten von etwa 140.- Euro pro Monat.

Lebensmittelkosten von 120.- € pro Monat

Wenn ich mit 120.- Euro monatliche Ausgaben auskommen möchte, dann wird es schwierig. Ich könnte vollständig auf Fleisch verzichten. Das würde 15.- Euro pro Monat bringen. Dann müsste ich noch 5.- Euro durch günstigeren Einkauf einsparen.

Lebensmittelkosten von 100.- € pro Monat

Das wäre für mich wahrscheinlich nur sehr, sehr schwer möglich. So viel Disziplin würde ich sicher nicht aufbringen. Es gibt aber Menschen, die so leben können und das auch wollen, so wie der Mann in diesem Video: